Erfahrung sichtbar machen durch Methoden der Kompetenzfeststellung     Aktueller Arbeitsschwerpunkt im BAQ ist die Entwicklung von Methoden der Kompetenzfeststellung. Wir wollen die Kompetenz sichtbar machen, die auf beruflicher Erfahrung beruht. Dazu werden handlungs­orientierte Situations-aufgaben entwickelt, die die berufliche Reali­tät möglichst authentisch nachbilden (Simulationsansatz) und durch einen Lernergebnisansatz Resultate formalen und informellen Lernens als integrierte Kompetenz erfasst.
Berufliche Bildung als Bestandteil der Personalentwicklung
etablieren
Kompetenzfeststellung dient auch der Weiterentwicklung der Kompetenz und damit der Personalentwicklung. Die Methoden, die wir entwickeln, identifizieren den Stand und die Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer Weiterentwick­lung der Kompetenz durch formales Lernen und gezielten Erfahrungsaufbau im Betrieb und im Arbeitsprozess.
Durch Kompetenzfest­stellung Durchlässigkeit fördern Methoden der Kompetenzfeststellung, die auf die Erfas­sung der Ergebnisse von Erfahrungslernen gerichtet sind, sollen auch in Projekten zur Förderung der Durchlässig­keit im Bildungsbereich eingesetzt werden.
Die Herausforderungen
der Europäischen Berufsbildungspolitik
annehmen
Die Philosophie der Europäischen Berufsbildungspolitik, die sich in Instrumenten wie Qualifikationsrahmen, Kre­ditpunktesystem oder im Lernergebnisansatz und in dem Ansatz zur Validierung der Ergebnisse aus informellen Ler­nen nieder-schlägt, stellt eine Herausforderung für das deutsche System der Beruflichen Bildung dar. Das BAQ untersucht die Formen und Folgen der Nutzung der In­strumente und Ansätze der Europäischen Berufsbildungs­politik auf der Ebene praktischer beruflicher Bildung in Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Bildungsnetz­werken.
Bedarf an Fachkräften und Kompetenzen er­mitteln Die empirischen Anforderungen und die Ent­wicklung von Kompetenz durch Lernangebote, Verantwortungsübertragung und lernförderliche Arbeitsgestal­tung sind die Orientierungspunkte von Beruflicher Bildung. Das BAQ ermittelt den quantitativen Bedarf an Fach­kräften (so bisher für die Bauwirtschaft auf europäi­scher, nationaler und regionaler Ebene) und den qualita­tiven Bedarf an Kompetenzen (z.B. als Grundlage für die Neuordnung der Stufenausbildung Bau oder der Fortbil­dung zum Geprüften Polier). Durch transnationale Vergleichs-studien haben wir gezeigt, dass gleiche Kompetenz auf verschiedene Weise erzeugt werden kann, wenn berufliche Karrieren und Organisation der Arbeit entsprechend gestaltet werden.